Der Verkauf von Event Tickets für Business Events unterliegt eigenen Regeln. Die richtige Strategie beeinflusst, wie dein Event wahrgenommen wird, wer teilnimmt und wie reibungslos der gesamte Ablauf funktioniert. In diesem Guide erfährst du, wie du Ticketpreise gezielt festlegst, welche Preisstrategien für B2B-Events sinnvoll sind und welche Zahlungsmethoden sich wirklich bewähren.

Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Eventbranche, sowohl als Veranstalter als auch in der Entwicklung digitaler Technologien für Events, kombiniert Marc sein fundiertes Fachwissen mit einem Master in Digital Business Management und einem Bachelor in Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing.
Der Ticketverkauf für B2B-Events erfordert eine durchdachte Preisstrategie, die den Mehrwert des Events widerspiegelt, die Nachfrage steuert und die Kosten deckt. Zentrale Fragen sind die Wahl zwischen kostenlosen, kostenpflichtigen oder gestaffelten Ticketmodellen, eine preisliche Positionierung, die die Zielgruppe nicht abschreckt, sowie die korrekte Handhabung der Mehrwertsteuerpflicht in verschiedenen Märkten. Early-Bird-Preise, Kapazitätsgrenzen und Gruppenrabatte sind wirksame Hebel, um Anmeldungen und Einnahmen zu steigern.
Event Ticketing bezeichnet den Prozess des Verkaufs von Eintrittskarten für eine Veranstaltung. Dieser Vorgang umfasst die Festlegung des Ticketpreises, die Auswahl der Vertriebswege und die Verwaltung der Gästedaten. Event Ticketing ist ein essenzieller Bestandteil der Eventplanung, da es nicht nur zur Deckung der Kosten beiträgt, sondern auch zur Steuerung der Besucherzahlen und Event-Qualität dient.
Ein Ticketverkauf lohnt sich immer dann, wenn dein Event echten Mehrwert bietet. Beispielsweise Wissen, Kontakte oder Zugang zu exklusiven Inhalten. Das gilt vor allem für Formate, die klar über Networking hinausgehen.
Kein Ticketverkauf eignet sich bei reinen Networking-Events oder Community-Treffen ohne klare Inhalte. Hier ist der Nutzen schwer zu quantifizieren. Wenn du ein solches Event organisierst, kannst du stattdessen über Sponsoring oder Partnerschaften finanzieren.
Business Events sind eine wertvolle Gelegenheit für Unternehmen und Fachleute, sich zu vernetzen, Wissen auszutauschen und neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen. Gemäß einer aktuellen Befragung sind die Marketing-Budgets bei B2B Unternehmen von 2024 auf 2025 um -3.1% gesunken. Bezahlte B2B-Events können zu einer Entlastung des Marketing-Budgets beitragen. Kostenpflichtige Event Tickets tragen zudem auch dazu bei, die Qualität und den Erfolg von Events zu gewährleisten. Von der Finanzierung erstklassiger Inhalte bis hin zur Sicherstellung hochwertiger Veranstaltungsorte. Ob deine Veranstaltung kostenlos oder kostenpflichtig ist, hängt natürlich vom Ziel und Eventkonzept ab. In jedem Fall gibt es gute Gründe, Eintrittspreise für B2B-Events zu verlangen.
Kostenpflichtige Tickets erhöhen den wahrgenommenen Wert des Events und schaffen ein Gefühl der Exklusivität. Teilnehmende, die bereit sind zu zahlen, sind oft engagierter und tragen zu einer hochwertigen Event-Atmosphäre bei.
Durch die Erhebung von Teilnahmegebühren können Compliance-Hürden gesenkt werden, insbesondere bei Teilnehmenden aus regulierten Branchen, die kostenlose Angebote möglicherweise ablehnen müssen.
Die Einnahmen aus Ticketverkäufen ermöglichen die Finanzierung erstklassiger Inhalte und Redner. Hochkarätige Präsentationen und Workshops sind teuer und erfordern entsprechende Mittel.
Kostenpflichtige Events haben in der Regel eine geringere No-Show-Rate. Teilnehmende, die für ein Ticket bezahlt haben, fühlen sich stärker verpflichtet, tatsächlich anwesend zu sein.
Kostenpflichtige Events bieten die Möglichkeit, Vorzugskonditionen für wichtige Kunden oder Partner zu schaffen. Diese können beispielsweise durch Rabatte oder exklusive Zugangsmöglichkeiten belohnt werden.
Durch Ticketverkäufe können hochwertige Locations gebucht werden, die eine angenehme und professionelle Umgebung bieten. Solche Orte tragen wesentlich zur Gesamtqualität des Events bei.
Mit den Einnahmen aus Ticketverkäufen können effektive Marketing- und Promotionsstrategien finanziert werden, um die Bekanntheit und Attraktivität des Events zu steigern.
Gebühren ermöglichen es den Veranstaltern zusätzliche Leistungen wie umfassende Event-Dokumentationen, Goodies, Zugang zu exklusiven Workshops oder Follow-up-Materialien anzubieten, was den Mehrwert für die Teilnehmenden erhöht.
Der Ticketpreis beeinflusst, wie dein Event wahrgenommen wird. Zu günstig wirkt schnell beliebig, zu teuer schreckt ab. Wichtig ist, wie du den Preis begründest und kommunizierst. Im B2B-Kontext zählt Transparenz, denn Teilnehmende wollen wissen, was sie für ihr Geld bekommen.
Die Preisgestaltung für Ticketing bei Business Events erfordert eine Analyse und strategische Planung. Du kannst deine Preisstrategie nach diesen Ansätzen ausrichten:
Der Ticketpreis sollte im Einklang mit der Nachfrage nach dem Event stehen. Begehrte Events mit limitierten Plätzen können höhere Preise rechtfertigen, während bei weniger gefragten Events niedrigere Preise sinnvoller sind, um die Teilnahme zu fördern.
Ein Vergleich mit ähnlichen Events kann wertvolle Einblicke in die angemessene Preisgestaltung bieten. Es ist wichtig, die Preise im Kontext der gebotenen Inhalte und Leistungen zu betrachten, um wettbewerbsfähig zu bleiben und dennoch den wahrgenommenen Wert des Events zu steigern.
Die Zahlungsbereitschaft der Zielgruppe spielt eine entscheidende Rolle bei der Preisfestlegung. Durch Umfragen und direkte Feedbacks können Veranstalter ein Gefühl dafür bekommen, wie viel die potenziellen Teilnehmende bereit sind zu zahlen, ohne dass dies als hinderlich empfunden wird. Befrage zum Beispiel deine Zielgruppe auf Social Media, um erste Anhaltspunkte zu erhalten.
Du kalkulierst so, dass Location, Catering, Technik und Personal bezahlt sind. Die Gesamtkosten deiner Veranstaltung teilst du durch die erwartete Gästezahl und erhältst damit den Ticketpreis pro Gast. Beachte, dass du dabei auch allfällige Zahlungskommissionen in der Berechnung berücksichtigst.
Eine weiterer wichtiger Punkt bei der Preisfestlegung ist die Frage der Mehrwertsteuer. In diesem Blogbeitrag behandeln wir ausführlich, welche Mehrwertsteuersätze bei B2B-Events in Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Anwendung kommen.
Es gibt mehrere bewährte Modelle, die du je nach Eventtyp einsetzen kannst:
Welche Strategie du wählst, hängt von deinem Ziel ab. Willst du schnell eine Grundauslastung erreichen? Dann nutze Early-Bird. Willst du den Umsatz pro Ticket steigern? Dann ergänze Premium-Optionen.
Ein vordefinierter Zeitplan sorgt für Struktur und steigert die Anzahl Ticketverkäufe. Nutze diese Orientierung der verschiedenen Phasen:
Frühe Phase (6–9 Monate vor dem Event)
Mittlere Phase (2–6 Monate vor dem Event)
Letzte Phase (1 Monat bis wenige Tage vor dem Event)
So steuerst du die Nachfrage für deinen B2B Event über den gesamten Zeitraum. Du hältst den Verkauf aktiv und vermeidest lange Phasen ohne Bewegung.
Bei kostenpflichtigen B2B-Events kann generell zwischen den beiden Zahlungsarten "Bezahlung auf Rechnung" und "Online-Zahlung" unterschieden werden. Eine Barzahlung von Event-Tickets ist bei B2B-Events eher unüblich, da Unternehmen in der Regel keine physischen Vorverkaufsstellen betreiben. Da bei B2B-Events oft höhere Ticketpreise als beispielsweise bei Konzerttickets anfallen, spielt die Wahl der passenden Zahlungsmethode eine entscheidende Rolle für den Erfolg des Ticketverkaufs.
Eine reibungslose Zahlung ist ein wichtiger Bestandteil der «Customer Experience». Bei der Auswahl der Zahlungsmethode sollten folgende Punkte geprüft werden:
Die Auswahl der passenden Zahlungsmethoden beeinflusst nicht nur die Zufriedenheit der Teilnehmenden, sondern auch die Anmelderate, sowie den administrativen Aufwand für Event Verantwortliche.
Online-Zahlungen erfolgen sofort und der Zahlungseingang ist direkt bestätigt. Das bedeutet weniger Verwaltungsaufwand für die Buchhaltung und Planungssicherheit für Event Verantwortliche.
Bei der Zahlung auf Rechnung besteht das Risiko, dass Rechnungen verspätet oder gar nicht beglichen werden. Insbesondere bei bereits erfolgten Events ist dieser Umstand ärgerlich. Online-Zahlungen hingegen vermeiden dieses Risiko, da der Betrag direkt vorab gezahlt wird.
Mit einer Online-Zahlung lässt sich der Ticketversand automatisieren. Nach erfolgreicher Zahlung kann das Ticket sofort versendet werden – ohne manuelle Prüfung.
Online-Zahlungsmethoden wie Visa, Mastercard erleichtern auch internationalen Teilnehmenden den Ticketkauf. Kreditkarten sind weltweit akzeptiert und machen den Kaufprozess von Event Tickets für alle Beteiligten komfortabler.
Bei Online-Zahlungen fallen Gebühren an, die entweder vom Veranstalter getragen oder auf Teilnehmende abgewälzt werden müssen.
Einige Unternehmen bevorzugen aus buchhalterischen Gründen die Zahlung auf Rechnung. Gerade bei größeren Beträgen kann es sein, dass Teilnehmende keine Kreditkarte oder Mobile-Payment-Lösung verwenden möchten.
Die gleichzeitige Nutzung von Online-Zahlung und Rechnungsmethoden kann auf den ersten Blick attraktiv erscheinen, bringt aber einige Herausforderungen mit sich:
Zwei unterschiedliche Zahlungsmethoden zu verwalten, bedeutet doppelten Aufwand für Buchhaltung, Kundenservice und Ticketabwicklung. Dies kann zu Fehlern und Verzögerungen führen.
Die Zahlung auf Rechnung birgt das Risiko von Zahlungsausfällen oder verspäteten Zahlungen. Dies kann die Planungssicherheit des Events gefährden und generiert zusätzlichen Verwaltungsaufwand.
Bei Rechnungszahlungen müssen Tickets in der Regel manuell freigegeben werden, da sonst ein Event-Zutritt ohne Bezahlung erfolgen kann.
Ein durchdachtes Event-Ticketing zahlt direkt auf den Erfolg deines Business Events ein. Der richtige Preis schafft Wert, die passende Strategie sorgt für Auslastung und die geeignete Zahlungsmethode reduziert Aufwand und Risiken. Wenn du Ticketing strategisch planst, sicherst du dir engagierte Teilnehmende, stabile Einnahmen und ein Event, das professionell wirkt – von der Buchung bis zum Check-in.
Ein Ticketing lohnt sich besonders bei B2B-Events mit klarem Mehrwert wie Fachkonferenzen, Workshops oder Summits. Der Ticketpreis hilft dabei, die Zielgruppe zu qualifizieren, die Eventqualität zu sichern und gleichzeitig die Kosten für Location, Speaker und Produktion zu refinanzieren.
Bewährt haben sich Modelle wie Early-Bird-Tickets, gestaffelte Preise (Standard und Last Minute), Gruppenrabatte sowie VIP- oder Premium-Tickets. Diese Strategien schaffen Planungssicherheit, steuern Nachfrage und erhöhen gleichzeitig den wahrgenommenen Wert des Events.
Typisch sind Online-Zahlungen (z. B. Kreditkarte, Apple Pay oder TWINT) sowie Rechnungszahlungen. Online-Zahlungen bieten Vorteile wie sofortige Bestätigung, geringere No-Show-Raten und weniger administrativen Aufwand, während Rechnungen im B2B-Umfeld oft aus Buchhaltungsgründen weiterhin wichtig bleiben.
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