Die Mehrwertsteuer (MwSt.) ist für Event Manager ein relevantes Thema, wenn mit Ticketverkäufen steuerpflichtige Umsätze generiert werden. Dabei gelten in Deutschland, der Schweiz und Österreich unterschiedliche Schwellenwerte und Steuersätze, die Veranstalter beachten müssen. In diesem Blogbeitrag geben wir dir einen Überblick der relevanten Punkte rund um das Thema Mehrwertsteuer beim Verkauf von Business Events Tickets.

Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Eventbranche, sowohl als Veranstalter als auch in der Entwicklung digitaler Technologien für Events, kombiniert Marc sein fundiertes Fachwissen mit einem Master in Digital Business Management und einem Bachelor in Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing.
Die Mehrwertsteuerpflicht beim Ticketverkauf für Business Events unterscheidet sich je nach Land. In Deutschland gilt der reguläre MwSt.-Satz von 19 %, in der Schweiz 8,1 % und in Österreich 20 % – jeweils mit unterschiedlichen Umsatzschwellen für die Steuerpflicht. Veranstalter sollten ihre MwSt.-Pflichten klären, bevor sie Tickets verkaufen, um rechtliche Risiken zu vermeiden und bei grenzüberschreitenden Events einen Steuerberater hinzuziehen.
Mit dem Verkauf von Event Tickets werden Umsätze generiert, die unter die Mehrwertsteuerpflicht fallen können. Die richtige Handhabung der Mehrwertsteuer (MwSt.) ist wichtig, um rechtliche und finanzielle Risiken zu vermeiden. Veranstalter von Business Events sollten sicherstellen, dass sie ihre steuerlichen Pflichten kennen und korrekt umsetzen.
Die Nichtbeachtung von Mehrwertsteuerpflichten bei Business Events können unangenehme Folgen für Event Manager haben. Dazu zählen:
In der DACH-Region wird die Mehrwertsteuerpflicht unterschiedlich gehandhabt. Folgende Besonderheiten sind pro Land zu beachten:
Ein Unternehmen wird mehrwertsteuerpflichtig, wenn der jährliche Umsatz die Kleinunternehmergrenze von EUR 22.000 übersteigt. Ausgenommen sind bestimmte gemeinnützige Veranstaltungen, worunter Business Events in der Regel nicht fallen.
Die MwSt.-Pflicht tritt ein, wenn ein Unternehmen weltweit mehr als CHF 100.000 Umsatz erzielt. Dies gilt demnach automatisch auch für Unternehmen, die Events veranstalten und Tickets verkaufen.
Nicht-gewinnstrebige, ehrenamtlich geführte Sport- und Kulturvereine und gemeinnützigen Institutionen sind erst ab einer Umsatzgrenze von CHF 250.000 steuerpflichtig. (Quelle)
Event Veranstalter sind mehrwertsteuerpflichtig, wenn der Umsatz die Kleinunternehmerregelung von EUR 35.000 übersteigt.
Die Ausnahmen der Mehrwertsteuerpflicht unterscheiden sich ebenfalls länderspezifisch. Folgende Eventarten sind unter bestimmten Umständen pro Land von der Mehrwertsteuerpflicht ausgenommen:
Business Events wie Konferenzen oder kostenpflichtige Schulungen sind demnach in der Regel nicht von der Mehrwertsteuer ausgenommen.
Besonderheit: Bei Tickets mit Inklusivleistungen wie Eintritt und Apéro muss der Umsatz grundsätzlich separiert ausgewiesen werden. Kann dies nicht erfolgen, so wird der gesamte Ticketumsatz zum Normalsatz 8.1% versteuert.
Reguläre Tickets: Unterliegen dem Regelsteuersatz oder Normalsatz.
VIP-Tickets: Bei VIP-Tickets ist besonderes Augenmerk gefordert, da diese oft zusätzliche Leistungen wie Verpflegung beinhalten. In der Schweiz unterliegen diese einem reduzierten Steuersatz von 2.5 %, während andere Bestandteile, wie Eventeintritte regulär besteuert werden.
Sponsoring-Pakete: MwSt.-Pflicht hängt von der Art der Gegenleistung ab.
Bei der Berechnung der MwSt. für den Verkauf von Event Tickets kommen die entsprechenden nationalen Regel- oder Ermäßigungssätze zur Anwendung.
Berechnungsbeispiel Mehrwertsteuer Schweiz:
Ticketpreis: CHF 100 (inkl. MwSt.)
Nettoeinnahmen: CHF 92,50
MwSt. (8,1 %): CHF 7,50
An dieser Beispielrechnung lässt sich erkennen, dass es entscheidend ist, ob der Verkauf der Event Tickets inklusive oder exklusive Mehrwertsteuer erfolgt. Je nach Höhe des Ticketpreises hat die gewählte Variante einen erheblichen Einfluss auf die eigenen Ticketeinnahmen.
Bei internationalen Events bestimmt der Ort der Leistungserbringung die Steuerpflicht. Organisiert also ein deutsches Unternehmen eine kostenpflichtige Veranstaltung in der Schweiz, so wird sie da steuerpflichtig.
Bei digitalen Ticketverkäufen gelten oft die MwSt.-Regelungen des Käuferlandes (EU-Regelung). In jedem Fall ist bei internationalen Events eine Beratung durch einen Steuerexperten empfehlenswert.
Eine Event Software muss beim Verkauf von Event Tickets folgende minimalen Anforderungen erfüllen können:
Die richtige Handhabung der Mehrwertsteuer beim Verkauf von Event Tickets ist entscheidend, um rechtliche und finanzielle Risiken zu vermeiden. Bei der Organisation von Business Events sollten Veranstalter:
Wir hoffen, dir damit etwas Licht ins Thema Mehrwertsteuer bei Business Events gebracht zu haben und wünschen dir viel Erfolg bei deiner nächsten Veranstaltung.
Weiterführende Quellen:
Ob Mehrwertsteuer anfällt, hängt davon ab, ob die Veranstaltung steuerpflichtige Leistungen umfasst und in welchem Land sie erbracht wird. In der Regel sind Business Events grundsätzlich mehrwertsteuerpflichtig, wobei je nach Leistung (z. B. Eintritt, Catering oder Zusatzservices) unterschiedliche Steuersätze oder Ausnahmen gelten können.
Die Mehrwertsteuer wird entweder im Preis inkludiert oder zusätzlich ausgewiesen, abhängig von der Einstellung der Preislogik. Wichtig ist dabei, dass Veranstaltende den korrekten Steuersatz anwenden und klar definieren, ob Preise bereits brutto oder netto dargestellt werden.
Eine Event Management Software hilft dabei, Mehrwertsteuerregeln korrekt abzubilden, indem sie unterschiedliche Steuersätze, Preislogiken und Währungen pro Event oder Buchungsoption unterstützt. Dadurch wird die Abrechnung automatisiert, Fehler werden reduziert und die steuerliche Transparenz erhöht.
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