Event Management gehört in vielen Rollen zum vielseitigen Aufgabengebiet
Event Management in Organisationen hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Events werden heute in ganz unterschiedlichen Kontexten eingesetzt und entsprechend von verschiedensten Rollen verantwortet. Die klassische Rolle des Event Managers tritt dabei zunehmend in den Hintergrund und wird immer häufiger Teil eines erweiterten Aufgabengebiets.

Unsere Umfrage zeigt: Nur 45% des Event Managements wird heute von Personen mit der offiziellen Rolle als Event Manager übernommen. 8 % liegen bei Assistent:innen, 10 % im Marketing. Weitere 37 % verteilen sich auf zahlreiche andere Funktionen.
Diese Entwicklung bringt neue Herausforderungen mit sich. Mitarbeitende übernehmen Eventverantwortung zusätzlich zu ihren Kernaufgaben und müssen sich entsprechendes Fachwissen, Prozesse und Tools aneignen.
Vielfältige Eventlandschaft: Welche Events dominieren in Organisationen?
Die Auswertung der durchgeführten Eventarten zeigt eine breite und vielseitige Eventlandschaft in Organisationen. Mit 68 % haben interne Mitarbeitendenevents den größten Anteil. Dies unterstreicht die zentrale Rolle von Events für die Stärkung der Unternehmenskultur und den internen Austausch. Ebenfalls stark vertreten sind Trainings- und Schulungsevents, die von 56 % der Teilnehmenden eingesetzt werden.
Networking-Events folgen mit 49 % und verdeutlichen die hohe Bedeutung des Beziehungsaufbaus innerhalb und außerhalb der Organisation. Auffällig ist der Rückgang bei Kundenevents: Im Vergleich zu 2025 ist ihr Anteil um 18 % gesunken. Mögliche Gründe dafür sind knapper werdende Budgets sowie verschärfte Compliance-Richtlinien.

Hybride Events wurden nicht zum Trend-Format
Physische Veranstaltungen bleiben mit 95 % nach wie vor das dominierende Eventformat. Virtuelle Formate haben sich als sinnvolle Ergänzung etabliert, während hybride Events ihren anfänglichen Trend nicht nachhaltig bestätigen konnten. Im Vergleich mit 2025 sind hybride Events um -5 % rückläufig.

Der Anteil von Events am gesamten Marketingbudget sinkt im Vergleich zu 2025
Die Auswertung der Oniva-Analyse zeigt, dass der Anteil von Events am gesamten Marketingbudget je nach Organisation stark variiert und im Vergleich zu 2025 insgesamt prozentual zurückgegangen ist. Der Anteil 0-20 % hat um 16 % zugenommen.
Die Mehrheit der Organisationen (40 %) investiert lediglich 0–20 % seines Marketingbudgets in Events. Weitere 9 % geben 21–40 % ihres Budgets dafür aus. Nur 16 % der befragten Organisationen setzt mehr als 60 % des Marketingbudgets für Events ein.
Auffällig ist zudem, dass auch im Jahr 2026 rund 35 % der Befragten keine Angaben zum Event-Anteil am Marketingbudget machen konnten. Dies deutet auf fehlende Transparenz oder unzureichende Datengrundlagen in vielen Organisationen hin.

Wissensvermittlung, Kunden- & Mitarbeiterbindung, sowie Networking stehen auch im 2026 im Fokus
Bei den Zielen von Events liegt die Wissens- und Informationsvermittlung mit 63 % weiterhin an erster Stelle für die befragten Organisationen. Kurz darauf folgen Kunden- und Mitarbeiterbindung (60 %) sowie Networking (59 %), was verdeutlicht, dass zwischenmenschliche Beziehungen und der persönliche Austausch eine zentrale Rolle bei Events spielen. Auffällig ist zudem, dass der Wert für Neukundengewinnung im Vergleich zu 2025 um 4 % gestiegen ist, was die zunehmende Bedeutung von Events als Instrument für Geschäftsentwicklung unterstreicht.

Events tragen bei Organisationen überdurchschnittlich stark zur Zielerreichung bei!
Die Auswertung der Kernfrage der Event-Umfrage 2026 zeigt, dass Events für viele Organisationen nach wie vor ein besonders effektives Mittel zur Zielerreichung sind. 52 % der Befragten geben an, dass ihre Ziele mit Events besser erreicht werden als mit anderen Marketingformen, wobei 21 % dies sogar vollständig bestätigen. Weitere 32 % sehen zumindest teilweise einen Vorteil durch den Einsatz von Events.
Erfreulicherweise gibt niemand an, dass Events keinen Beitrag zur Zielerreichung leisten, während 17 % keine Einschätzung dazu machen konnten.
Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Events als strategisches und zentrales Instrument im Marketing-Mix von Organisationen.

Der Mangel an Zeit und Ressourcen ist zu den größten Herausforderungen bei Events geworden!
Im Jahr 2026 geben 44 % der Befragten an, dass der Mangel an Zeit und Ressourcen die größte Herausforderung bei der Eventorganisation darstellt. Dieser Trend könnte darauf zurückzuführen sein, dass im Jahr 2025 die Anzahl durchgeführter Events deutlich gestiegen ist. Eine weitere mögliche Ursache sind sinkende Personalressourcen, etwa infolge wirtschaftlichen Drucks.

Zuverlässigkeit und Vertrauen immer noch wichtig, aber Preissensibilität nimmt zu
Events finden zu einem festen Zeitpunkt statt und lassen sich in der gleichen Form nicht wiederholen. Dieses einmalige Format erfordert von Eventverantwortlichen höchste Sorgfalt und Aufmerksamkeit. Entsprechend wählen Organisationen ihre Eventdienstleister besonders sorgfältig nach klar definierten Kriterien aus.
Nicht erstaunlich steht daher an erster Stelle die Zuverlässigkeit, die für 77 % der Befragten entscheidend ist. Darauf folgen Vertrauenswürdigkeit mit 62 % und eine persönliche Ansprechperson mit 53 %. Auffällig ist zudem, dass die Preissensitivität weiter zugenommen hat: Sie stieg von 44 % im Jahr 2025 auf 49 % im Jahr 2026. Damit ist der Preis im 2026 wichtiger geworden als die Flexibilität eines Anbieters.

Künstliche Intelligenz wird zum wichtigsten Trend auch für Events
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass künstliche Intelligenz 2026 erstmals als wichtigster Trend im Eventmanagement wahrgenommen wird. Der weltweite Technologietrend macht also auch vor Events nicht halt.
Nachhaltigkeit bleibt dennoch ein zentrales Thema und spiegelt den gesellschaftlichen sowie unternehmerischen Anspruch wider, Veranstaltungen ressourcenschonend und umweltbewusst zu gestalten.
Neben Technologie und Nachhaltigkeit werden auch innovative Eventinhalte als wichtiger Trend für 2026 gesehen. Nicht zuletzt bleibt Datenschutz und Eventsicherheit mit 44 % ein zentrales Anliegen. Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse, dass die Zukunft von Events in einem Zusammenspiel aus künstlicher Intelligenz, Nachhaltigkeit, innovativen Inhalten und Sicherheit liegt.

79 % der Teilnehmenden rechnen mit mehr oder gleichviel Events im 2026
Events liegen nach wie vor stark im Trend. Zwar wird für 2026 insgesamt keine so starke Zunahme mehr erwartet wie in den Vorjahren, dennoch gehen 79 % der Befragten davon aus, dass sie gleich viele oder sogar mehr Events durchführen werden.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Organisationen auf eine stabile Event-Planung setzt, was auf eine etablierte Event-Strategie hinweist. Gleichzeitig signalisiert der Anteil derjenigen, die mehr Events planen (17 %), eine positive Entwicklung und die wachsende Bedeutung von Veranstaltungen. Der vergleichsweise geringe Anteil der Organisationen, die weniger Events durchführen (13 %), deutet auf spezifische Herausforderungen, Budgetrestriktionen oder den verstärkten Einsatz digitaler Alternativen hin.

Künstliche Intelligenz soll bei Auswertung & Kreation unterstützen
Erstmals haben wir die Teilnehmenden in diesem Jahr gezielt nach dem Potenzial von künstlicher Intelligenz (KI) im Eventkontext befragt. Dabei zeigt sich, dass die intelligente Auswertung von Eventstatistiken sowie die automatische Textgenerierung aus Sicht der Befragten die größten Potenziale von KI darstellen.
Darüber hinaus können sich 50 % der Teilnehmenden vorstellen, dass KI auch bei der Ideenfindung und der Erstellung von Eventkonzepten unterstützen kann. Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse, dass künstliche Intelligenz das Potenzial hat, die heutigen Herausforderungen von Eventverantwortlichen zu mindern, Abläufe effizienter zu gestalten und wertvolle Zeit einzusparen.







